PsssT

PsssT – Prozesskette Sachsen: Angebotslücken finden und beseitigen

Die Verankerung des Modells „Prozesskette für berufliche Integration“ obliegt im IQ Netzwerk Sachsen dem Träger IST – Intelligenz System Transfer Dresden. In den letzten beiden Jahren wurde die Prozesskette im Freistaat anhand der Handlungsfelder Anerkennung ausländischer Qualifikationen und Existenzgründung beleuchtet. Das Modell diente zur Analyse vorhandener sowie fehlender Angebote, zur Vernetzung der Anbietenden und weiterer wichtiger Akteure und zur Verzahnung der Angebote.

Im Förderzeitraum 2013/2014 verfolgt das Projekt nun vier Ansätze: Der Existenzgründungsprozess und die Vernetzungen zur Anerkennung werden optimiert. Neu hinzu kommt eine Prozessbegleitung der Projektpartner sowie der externen Partner. Außerdem wird intensiv an der Einbeziehung der Wirtschaft gearbeitet, da die beiden letzten Phasen der Prozesskette besonderen Handlungsbedarf aufweisen.

Der Konzeption des neuen Projektes PsssT liegt die Erkenntnis zugrunde, dass es nicht ausreicht, die regionalen arbeitsmarktrelevanten Angebotsstrukturen abzubilden und Angebote wie Akteure für die fünf Phasen der Prozesskette transparent zu machen. Ein größerer Stellenwert muss den Phasen der Prozesskette eingeräumt werden, in denen es bislang keine oder zu wenig Angebote gibt – es gilt, diese zu entwickeln und auszugestalten. PsssT wird allen Projekten im IQ Netzwerk Sachsen Informationen über Angebotslücken zukommen lassen und sie bei der Entwicklung neuer Angebote und Instrumente zur Arbeitsmarktintegration begleiten. Im nächsten Schritt werden diese dann transferiert – in andere Regionen oder an externe Partner.

Folgende Schwerpunktaktivitäten kennzeichnen die Projektarbeit von PsssT:

  • Entwicklung der konzeptionellen Grundlagen für das Modellprojekt „IQ Gründungszentrum Dresden“ aus der regionalen Analyse der Angebotsstruktur zur Gründungsunterstützung und aus der Befragung von Existenzgründerinnen und 21 -gründern mit Migrationshintergrund. Mitwirkung bei der Umsetzung der Prozesskette Existenzgründung.
  • Begleitende Wirkungsanalysen und Ableitung von Handlungsempfehlungen für das Projekt IBAS, also im Handlungsfeld Anerkennung ausländischer Qualifikationen. Der Fokus liegt dabei auf den Vernetzungen in der Arbeit der IBAS. Konkret werden Befragungen von Personen durchgeführt, die IBAS beraten hat, sowie von Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Anerkennungsschulungen. Das dient der Weiterentwicklung der Angebote und Instrumente und ihrer Implementierung in regionale Prozessketten.
  • Die Aktivitäten weiterer Projekte im IQ Netzwerk Sachsen werden ebenfalls analysiert und Projekte sowie deren Angebote und Instrumente in der Prozesskette verortet. Schnittstellen zwischen den Projekten werden identifiziert und Interaktionen initiiert. So soll aufgrund netzwerkinterner Erkenntnisse die Prozesskette weiterentwickelt werden. Dies ermöglicht den Projektträgern auch, das Analyseinstrument Prozesskette in der eigenen Organisation zu nutzen und es darüber hinaus verbreiten zu können.
  • Die Erkenntnisse und die neuen Instrumente der Prozesskettenarbeit innerhalb des IQ Netzwerks Sachsen werden detailliert dokumentiert und stehen zum Transfer zur Verfügung. Handlungsempfehlungen zur Schnittstellenarbeit und zur Verortung von Angeboten und Anbietenden in der Prozesskette unterstützen den Transfer.

 

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